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26.08.2016, 09:48 Uhr | Walter Goda
Jörg Hillmer MdL: „Duale Fachhochschulausbildung an der phwt in Vechta ein Gewinn für die Wirtschaft!“
Der stellv. Vorsitzende der CDU Landtagsfraktion, Jörg Hillmer, besuchte gestern, gemeinsam mit seinem Landtagskollegen Dr. Stephan Siemer, die phwt in Vechta. Gleich zu Anfang machte er deutlich, dass er die privaten Fachhochschulen mit ihren dualen Studiengängen als wichtige Ergänzung in der gesamten Hochschullandschaft sehr schätzt. „Sie schließen mit diesem Angebot eine Lücke, die wesentlich dazu beiträgt, dem Fachkräftemangel zu begegnen“, so Hillmer.

Präsident der phwt Vechta, Prof. Dr. Ludger Bölke, Jörg Hillmer MdL, Dr. Stephan Siemer MdL
Vechta - Der Präsident der phwt, Prof. Dr. Ludger Bölke, stellte die phwt ausführlich vor und machte klar, dass neben den Bachelor-Studiengängen, jetzt auch vermehrt Master-Studiengänge folgen müssen, weil Wirtschaft und Studierende diese Auswahl immer öfter einfordern. An vielen Beispielen machte er deutlich, wie eng die Verzahnung der Lehre mit den Betrieben ist und das bei aller Freiheit der Lehre schon sehr darauf geachtet wird, welche Studiengänge in der Wirtschaft und von den Studierenden gefordert werden. Immer wieder wird rückgekoppelt, um nicht am Markt vorbei auszubilden. Jedem Studierenden muss klar sein, das ein Studium an der phwt „kein Zuckerschlecken“ ist und die Anforderungen schon hoch gesteckt sind. Gleichzeitig bieten sich aber nach erfolgreichem Abschluss ausgezeichnete berufliche Chancen.

Der Präsident betonte ausdrücklich, dass es hier nicht um eine elitäre Ausbildung für reiche Unternehmerkinder handelt, sondern eher im Gegenteil. An der phwt können auch Studierende unterkommen, die sich vielleicht sonst ein solches Studium nicht leisten könnten. Die Studiengebühren übernehmen in aller Regel die Ausbildungsbetreibe und für die praktische Ausbildung im Betrieb gibt es noch eine Ausbildungsvergütung.

Große Sorge bereitet dem Präsident, dass nun auch zunehmend duale Studiengänge an staatlichen Hochschulen entstehen. Nicht dass er Angst vor Konkurrenz habe, Nein, aber diese Studiengänge werden mit staatlichen Mitteln gefördert, es fallen keine monatlichen Studiengebühren von knapp 400 Euro an und entsteht ein Wettbewerbsvorteil. Hier müsse der Staat dann auch die privaten Fachhochschulen angemessen fördern. Der Präsident steht auf dem Standpunkt, dass die Mittel aus dem Hochschulpakt für alle Studenten gezahlt werden, egal ob an Hochschule oder privater Fachhochschule. Wenn das so ist, muss auch die Förderung gerechter verteilt werden.

Die Abgeordneten versprachen diesen Sachverhalt noch einmal konkret zu hinterfragen, um dann das Anliegen der phwt in den Landtagsgremien einzubringen.

Abschließend präsentierte Prof. Bölke die Ausbaupläne am Standort Diepholz, womit einer Aufgabe des Standortes Oldenburg verbunden sei. Hier würden tolle Arbeitsbedingungen entstehen, diesmal sogar mit Fördermitteln aus dem EFRE-Programm. Er machte zugleich deutlich, dass mit dem Ausbau am Standort Diepholz keine Schwächung des Standortes in Vechta verbunden sei.